Mt. Assiniboine | 2012

Letzten Herbst, kurz bevor unser Austauschschüler Jannik wieder nach Deutschland zurückkehrte, genossen wir nocheinmal das gute Wetter um Mt. Assiniboine zu erkunden. Wilhelm kam von Squamish dazu und gemeinsam ging es dann auch schon los. Früh am morgen fuhren wir erstmal zum Shark Mountain Parkplatz, von dort verkürzten wir uns die 26 km Strecke mit dem Fahrrad bis zur National Parks Grenze, wo die Fahrräder im Wald versteckt wurden. Nicht das die hier draußen geklaut würden, aber man weiß ja nie. Dann noch 7,5 km bis zum Bryant Creek Shelter wo wir Mittagsrast einlegten. Das Wetter war einfach zu schön um nur zu Laufen. Bisher kannte ich selbst den Shelter nur im Winter, da wir hier gerne ein oder zwei Nächte beim Langlaufskifahren verbingen. Kurz bevor wir ihn erreichten lief uns noch ein riesiger Wolf über den Weg, vermutlich das Alpha-Tier. Der Rest des Rudels musste schon im Gebüsch verschwunden sein. Dann folgten mehrere Kilometer durch die wunderbaren Meadows in Richtung Rückseite des Assiniboine Hochtals das wir über den Assiniboine Pass erklimmen würden. Nach langem Aufstieg und auf der Passhöhe angekommen überquerten wir die Grenze nach B.C. und wurden mit dem Ausblick auf den Majestätischen Mount Assiniboine belohnt, welcher auch das Matterhorn der Rockies genannt wird. Hübsch durch die Meadows schlängte sich der schmale Weg bis zur Assiniboine Lodge und der 20km Aufstieg war geschafft. Dort trafen wir auf Ulrike und Christopher aus Squamish, mit denen wir uns schon vorab verabredet hatten. Die Lodge ist eine Stunde am Tag auch für Nicht-Gäste geöffnet und so konnten wir ein kühles Bier nach der langen Wanderung genießen. Danach ging es noch ein paar 100 Meter weiter bis zu den Naiset Huts wo wir selbst nächtigten. Christopher selbst hat hier oben das Abwasser und Stromnetz gelegt und zeigte Wilhelm und Jannik noch ein wenig herum bevor wir irgendwann einschliefen.

Am nächsten Tag teilten wir uns auf. Wilelm, Jannik, Ulrike und Christopher erklommen irgendwelche schwindelerregende Felsen während Heike und ich Lake Magog und viele der kleineren Wanderwege erkundeten. Heike war 2 Wochen vorher schon mit einer Gruppe hier oben und wurden von Schnee überrascht. Um so mehr genoß sie es deshalb sich heute im See abkühlen zu können. Auch dies wurde ein langer Tag den wir abends bei Ulrike vor ihrer luxeriösen Hütte ausklingen ließen und uns unsere Tageserlebnisse erzählten. Christopher war heute früh schon mit dem Helicopter ausgeflogen, er musste zurück zur Arbeit.

Letzer Tag. Wir verabschiedeten uns von Ulrike die noch einen Tag länger blieb und wanderten diesmal über den Windy Pass Richtung Shark zurück. Von dort ging es lange und steil in das wunderbare Tal um Marvel Lake herab. Am See machten wir Rast und ein Nickerchen, immer wieder jonglierten wir um die Bären-Haufen herum … da diese sich gerade mit Beeren für den Winter vollfrassen und irgendwie alle Durchfall zu haben schienen. Nach schnellen 4,5 Stunden schwangen wir uns wieder auf die Fahrräder und erreichten bald Shark Mountain und unser Auto. Eine anstrengende, wunderschöne Wanderung ging zu Ende.

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